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Oświęcim Artikel
Oświęcim [ɔɕ'vʲɛɲtɕim] (deutsch Auschwitz) ist eine am Fluss Sola gelegene polnische Mittelstadt in dem Verwaltungsbezirk Kleinpolen in dem südlichen Teil des Landes - rund 50 km westlich der Bezirkshauptstadt Krakau. Als Ort des Verbrechens steht Auschwitz als Synonym für den während des Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten begangenen Holokaust. Große Teile des Konzentrationslagers sind erhalten und erinnern als ein von der UNESCO zu dem Weltkulturerbe erklärtes Staatliches Museum an jene Zeit.
Siehe auch: KZ Auschwitz-Birkenau
Es gibt in Auschwitz auch ein städtisches Museum, das in bescheidenem Rahmen über die Geschichte der Stadt und das frühere Leben ihrer Einwohner informiert.
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Im Jahr 1179 fand Oswiecim erste urkundliche Erwähnung, als es aus der Krakauer Seniorenprovinz herausgelöst und dem Herzogtum Oppeln zugeschlagen wurde. 1272 wurden dem Ort die Stadtrechte verliehen. In dem Laufe der Geschichte lebten hier Deutsche und Polen friedlich zusammen. Die den westlichen Teil Galiziens bildenden Herzogtümer Auschwitz und Zator kamen 1327 durch Herzog Johann von Auschwitz in ein Vasallenverhältnis zu dem Königreich Böhmen. Später ging die Gegend wieder an die Herzöge von Teschen und Großglogau. In dem 14. Jahrhundert setzte eine Landflucht ein, die viele Bewohner des Ortes in andere Gebiete zogen. Das Interesse der Deutschen an Auschwitz schwand und 1457 kaufte der polnische König Kasimir IV. die Rechte am Ort, der anschließend der Woiwodschaft Krakau angegliedert wurde. Bereits in dem 15. Jahrhundert stellten Juden, die von den polnischen Königen zur Ansiedlung eingeladen worden waren, die Bevölkerungsmehrheit.
1655 wurde Auschwitz von schwedischen Truppen verwüstet. Bis zu den Teilungen Polens am Ende des 18. Jahrhunderts hatte der Ort seine frühere Bedeutung völlig verloren. Er kam 1773 zu Österreich und lag bald auch an der Grenze zu Preußen und Russland. 1818 wurde die Gegend deutsches Bundesgebiet, da sie lange Zeit Bestandteile von Schlesien gewesen waren. Während des Deutschen Krieges erfolgteam 27.06 1866 ein Angriff der Preußen auf Auschwitz, der jedoch zurückgeschlagen wurde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Auschwitz wieder polnisch.
In der Zeit der deutschen Besetzung (ab September 1939) wurde Oswiecim in Auschwitz umbenannt und gehörte von Oktober/November 1939 an zu dem Deutschen Reich. Es bildete in dem westlichen Teil des neuen Landkreises Bielitz einen Teil des neuen Regierungsbezirkes Kattowitz in der preußischen Provinz Schlesien, ab dem 18.01 1941 - nach der Teilung Schlesiens - der Provinz Oberschlesien.
Seit dem 30.11 1940 wurde die Stadt Verwaltungsmittelpunkt des gleichnamigen Amtsbezirks. Dieser bestand aus der Stadt Auschwitz und den umliegenden Gemeinden Babitz, Birkenau, Broschkowitz, Dwory, Klutschnikowitz, Monowitz, Poremba-Wielka, Stara-Stawy, Wlocienitz und Zaborz-Ost. Auschwitz war der Sitz des deutschen Amtskommissars.
Mit der Verleihung des Rechtes der Deutschen Gemeindeordnung vom 30.01 1935 an die Stadt Auschwitz stand diese ab 1.04 1943 außerhalb des Verbandes eines Amtsbezirks. An der Spitze der Ortsverwaltung stand nunmehr bis Kriegsende ein deutscher Bürgermeister.
Die vor dem Krieg zu 60 Prozent jüdische Bevölkerung wurde von den deutschen Besatzern vollständig ermordet oder vertrieben. Nachdem der einzige jüdische Heimkehrer in den 1990er Jahren starb, gibt es derzeit keine dort ansässige jüdische Bevölkerung. Allerdings wurde eine ehemalige Synagoge renoviert, die in den Nachkriegsjahren als Teppichlager genutzt wurde. Sie wird als jüdisches Kulturzentrum und als Museum der jüdischen Vergangenheit der Stadt genutzt.
Nach Kriegsende nahm die Stadt ihren alten Namen Oswiecim wieder an. Die durch das KZ Auschwitz aufgebauten Buna-Werke wurden vom polnischen Staat übernommen und als Chemiewerke Oświęcim zu dem größten Arbeitgeber des Ortes. Die einseitige wirtschaftliche Ausrichtung auf diesen Großbetrieb brachte der Stadt nach 1990 wirtschaftliche Probleme. Seither werden die Bereiche Handel und Dienstleistungen stark ausgebaut.
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